Alle Kaffeearten bevorzugen tropisches, feuchtes Klima. Coffea arabica benötigt zusätzlich noch die Höhenlage zwischen 600 und 1200 Metern. Zur Aufzucht werden Samen von speziellen Saatgutbäumen verwendet und in Beeten einzeln sorgfältig herangezogen. Nach etwa einem halben Jahr werden die jungen Pflanzen in die Plantagen gesetzt, wenn möglich zu Beginn der Regenzeit. Hierbei wird darauf geachtet, daß sie keiner zu starken Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden. Zwischengepflanzte Bananenstauden sind hierbei oft natürliche Schattenspender. Der wildwachsende Kaffeebaum wird bis zu 15 Meter hoch. Um den Ertrag zu steigern und zur Vereinfachung der Ernte wird der Kaffeebaum durch Zucht und Zuschnitt auf etwa 3 Meter Höhe gehalten. Erste Blüten trägt der junge Baum meist nach 3 Jahren, erntereife Früchte ein Jahr später. Die Ernte ist sehr aufwendig und personalintensiv. Reife Früchte müssen innerhalb von 10 - 14 Tagen geerntet werden, es reifen aber nicht alle Kirschen eines Baumes gleichzeitig, so wird zur Erzielung höchster Qualität mehrmals von Hand gepflückt. In Brasilien werden die Früchte meistens vom Zweig gestreift (er wird gemolken). Da jedoch hierbei nicht zwischen reifen und unreifen Kirschen unterschieden werden kann, schlägt sich dies Erntemethode auf die Qualität und damit auch auf den Preis des Kaffees nieder. Technische Hilfsmittel (z.B. mechanische Pflückhilfen) kommen kaum zum Einsatz und sind ohnehin bis heute noch nicht sehr weit entwickelt.