Manche Museen und viele Kaffeehäuser werden von antiken Mühlen bevölkert, von einfachen Holzkästen aus 'Großmutters Zeiten', oben mit Kurbel und unten mit einer Schublade. Oder festgeschraubte wuchtige Metallkörper mit großem Schwungrad, die früher in Kaffeeschänken betätigt wurden um eine größere Menge auf einmal zu mahlen. Es ließen sich unzählige Beispiele nennen. Ebenso zahlreich sind auch die Mühlen, welche nicht durch Muskelkraft angetrieben werden. Eines gilt jedoch für alle: das Kaffeemehl sollte sich nicht erwärmen, da sich sonst das Aroma verflüchtigt.
Für türkischen Mokka wird der Kaffee staubfein gemahlen. Charakteristisch sind hierfür längliche Mühlen aus Messing, die oft kunstvoll verziert sind und eine Gelenkkurbel besitzen. Espressokaffee hat einen feinen Mahlgrad, der jedoch, in Abhängigkeit der Sorte in Verbindung mit der verwendeten Espressomaschine variiert. Mittelfeines Mehl weist der Kaffee für Filtermaschinen auf, mittelgrob derjenige für Pressomaschinen oder Kannenaufgüsse. Die richtige Körnung des Kaffeemehls hat entscheidenden Einfluss auf das Gelingen eines guten Kaffees, denn nach Möglichkeit sollen nur die guten Aromastoffe gelöst werden.