Im Zuge der Mechanisierung und Technisierung wollte man eine moderne Art der Kaffeezubereitung finden. Vor allem gastronomische Betriebe wollten Kaffee in kürzerer Zeit mit besserem Aroma herstellen. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde mit der Entwicklung von Maschinen begonnen, die mit Hilfe von Druck eine schnelle Zubereitung ermöglichen. 1901 ließ sich als erster Luigi Bezerra eine Maschine mit 4 Brühgruppen patentieren. Nach dem Erwerb des Patents beginnt La Pavoni 1905, Maschinen dieses Typs zu produzieren. Francesco Illy baute 1935 die erste automatische Espressomaschine, die mit Druckluft arbeitete und nicht mehr mit dem für das Kaffeemehl viel zu heißen Dampf. Nomen est Omen: Die Erfindung von Cremonesi, eine Kolbenmaschine, produzierte 1938 als erstes die Crema und stand in Achille Gaggias Caffeé Bar. Kolben und Hebel wurden erst 1961 von den Rotationspumpen abgelöst. Die Firma Faema setzte sie als erste ein und wurde mit ihrer Brühgruppe E61 berühmt. Frisches Wasser konnte ab jetzt direkt vom Wasseranschluß durch die Maschine geführt werden. Der Espresso wird gleichmäßig und mit ausreichendem Druck vom Wasser durchdrungen. Die meisten Espressomaschinen sind mit dieser Technik ausgestattet. Espressopuristen und -liebhaber schwören jedoch auf das manuelle Hebelmodell, zum einen weil die Technik weiterentwickelt wurde (z.B. die Brühgruppe entsprechend der Faema E61), zum anderen, weil für sie die Zeremonie des Espressobrühens genauso wichtig ist wie der Genuß traditionell gemachter Espressi.