Die Kernfrage ist, wie man das köstliche Aroma frisch gemahlenen Kaffees auch beim heissen Getränk in der Tasse entfalten kann. Vielfach kommt dann die Rede auf die vier "M" - Mischung, Mühle, Maschine und Mensch.
Die Mischung
ist Geschmackssache und muß gut ausgewählt sein. Für Caffeé Latte oder Cappuccino sollte ein etwas kräftigerer Kaffee gewählt werden. Die goldenen Mischungen (Oro) sind meist etwas milder, rote (Rosso) hingegen sind oft stärker und gehaltvoller. Schwarze Mischungen repräsentieren häufig die klassischen Espressi einer Firma, sind rassig und bestehen aus reinen Arabica-Sorten.
Die Mühle
der Mahlgrad steht in Abhängigkeit zum Druck der verwendeten Maschine und dem verwendeten Espresso. Je höher der Druck ist, den die Maschine aufbaut, desto feiner kann der Mahlgrad eingestellt werden. Wichtig beim Mahlen ist, daß ein Gemisch aus feinem Staub und gröberen Teilchen mit bis zu 1mm Durchmesser entsteht.
Die Maschine
ausschlaggebend für guten Espresso und lange Lebensdauer sind Material und Verarbeitungsqualität. Kupfer ist nach Silber der beste Wärmeleiter unter den Metallen, deshalb sind Rohre aus diesem Material die erste Wahl. Messing ist eine Legierung aus Kupfer mit Zink und hat ebenfalls gute Wärmeleitfähigkeit. Dank ihrer höheren Härte werden Messinglegierungen für stärker belastete Teile wie Brühgruppen und Siebträger verwendet. Die optimale Temperatur für das Brühen von Espresso ist exakt 94°C und diese sollte während des gesamten Brühvorgangs gleich bleiben, dies erklärt auch, warum viel Wert auf schwere/massive Ausführung gelegt wird. Ein ausreichender Druck muß dafür sorgen, daß das Wasser in der optimalen Zeit durch das Kaffeemehl gepreßt wird.
Der Mensch
steht natürlich im Mittelpunkt. Sie/er sucht den Espresso aus, mahlt ihn gegebenenfalls und bedient die Maschine.
Erst das perfekte Zusammenspiel all dieser Komponenten ergibt den gelungenen Espresso.